Bürgermeister Dr. Rüdiger Storch
Lebenslauf | Handtuch für Neugeborene
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
"Eitorf - Mittelzentrum im Siegtal
Leben in einer Gemeinde in landschaftlich reizvoller Umgebung, mit ausgeprägten Vereins- und Kulturaktivitäten. Profilierung in der Region als hochwertiger Wohn-, Schul- und Wirtschaftsstandort mit besonderer Gewichtung von Familienfreundlichkeit, Freizeit und Naherholung."
Dieses Leitmotiv ist Richtschnur für mein Handeln als Erster Diener dieser schönen Gemeinde Eitorf mit all seinen liebenswerten Menschen. Doch was heißt das konkret? Betrachten wir die einzelnen Elemente des Leitmotivs genauer.
"... in landschaftlich reizvoller Umgebung" heißt es dort. Wie füllen wir dies aus? Durch das Projekt "Regionale 2010" möchten wir die Landschaft, in die Eitorf eingebettet ist, und unser Ortsbild nachhaltig in Wert setzen. Stichworte sind z.B. der vorgesehener Wettbewerb für das Teilprojekt "Eitorf - Sprung an die Sieg" und der die verschiedenen Teilprojekte verbindende und durchgängige Siegtalradweg.
"... mit ausgeprägten Vereins- und Kulturaktivitäten" habe ich im Leitmotiv genannt. An dieser Stelle ist Dank zu sagen. Dank an alle in unseren Vereinen ehrenamtlich tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die Menschen sind es, die für die Vielfalt unseres Vereinslebens stehen und unsere Kulturaktivitäten tragen. Wir als Gemeinde begleiten diese Aktivitäten nach besten Kräften. Eitorf hat sich im Laufe der Jahre zu einem Kulturzentrum an der Sieg entwickelt. Entsprechend ist der Bekanntheitsgrad Eitorfs in der Region. Ich denke, wir können stolz auf unser Vereinsleben und unsere Kulturaktivitäten sein.
"Profilierung in der Region als hochwertiger Wohn-, Schul- und Wirtschaftsstandort..." sind die nächsten Stichworte des Leitmotivs. Was gehört zu einem hochwertigen Wohnstandort? Was macht einen Wohnstandort attraktiv für die hier lebenden Menschen, aber auch für potenzielle Zuzügler? Darüber gibt es entsprechende Untersuchungen. Das Ergebnis: Die Wohnortentscheidung macht sich hauptsächlich an den Kosten (Miethöhe, Höhe der Immobilienpreise) fest. Überraschenderweise waren solche Argumente wie Kindergartenplätze, Schulen, usw., kurzum Fragen der Infrastruktur, nachrangig. Die Menschen gehen wohl davon aus, dass "diese Dinge" ohnehin vorhanden sind. Was heißt das für uns? Z.B. können wir preislich attraktive Baugebiete entwickeln. Die Immobilienpreise in Eitorf liegen im Schnitt niedriger als in den Nachbarstädten siegabwärts. Hier haben wir einen Wettbewerbsvorteil. Der Rat hat beschlossen, Neubaugebiete am Blumenhof (Ecke Straße "Am Wollsbach" / Jahnstraße) und in Halft zu entwickeln. Im Bereich Blumenhof sind bereits konkrete Planungen in Auftrag gegeben. Im Bereich Halft ist die Entwicklung von Bauland in Bearbeitung.
In puncto Schulstandort haben wir einiges vor in Eitorf. Für den Neubau des Naturwissenschaftlichen Zentrums am Siegtal-Gymnasium sind 2,5 Mio. Euro vorgesehen. Dies bedeutet einen außerordentlichen finanziellen Kraftakt für unsere Gemeinde. Deutlich ist hier die Schwerpunktsetzung in Richtung Bildung und Ausbildung zu erkennen. Diese Schwerpunktsetzung beinhaltet ebenso Baumaßnahmen an unserer Hauptschule. Die Sanierung der Räume für Biologie, Physik und Chemie in der Hauptschule ist durchgeführt. Als Naturwissenschaftler freut es mich besonders, dass diese Fächer jetzt anschaulicher und praxisnäher unterrichtet werden können. Die Sanierung der Werk- und Kunsträume in der Hauptschule wird in Kürze abgeschlossen sein. Auch das trägt zu einem besseren Unterricht bei. Uns ist daran gelegen, das Lernumfeld für unsere Kinder und Jugendlichen so gut wie möglich zu gestalten.
Zum Thema Wirtschaftsstandort: Die Nachfrage für Gewerbeflächen am Standort Eitorf steigt. So wurden über 15.000 m² aus dem ehemaligen Sägewerksgrundstück Altebach von einem Eitorfer Unternehmen erworben. Dort wird in 2008 ein Gashandel und -vertrieb sowie eine Gastankstelle errichtet. Die Entwicklungs-GmbH Eitorf steht in Kontakt mit Eitorfer Betrieben, die auf Expansion setzen und Betriebsvergrößerungen ins Auge gefasst haben. Ebenfalls positiv zu werten ist die Entwicklung des Gewerbehofes "An der Kammgarn". Dort konnten von der Firma Schoeller in 2007 Flächen von rund 9.000 m² vermarktet werden, so dass für 2008 die Entwicklung weitere Flächen vorgezogen wird. Aus der Nachbarschaft von Schoeller gibt es ebenfalls positive Signale: Im August 2007 wurde die Iris Lacke Baumann GmbH von der Rembrandtin Powder Coating GmbH - Tochter der Ring International Holding - übernommen. Der Standort Eitorf mit seiner Produktion von Pulverlacken bietet für den Konzern aufgrund seiner zentralen Lage zu den Märkten in Rhein-Main, im Ruhrgebiet sowie Benelux und Frankreich eine gute geografische Ausgangsbasis und soll in den nächsten Jahren stark ausgebaut werden. Auch beim Thema Strukturwandel, d.h. der Ansiedlung von Dienstleistungsgewerbe, gibt es Fortschritte: So konnte dank der schnellen und kompetenten Unterstützung unserer Stabsstelle Wirtschaftsförderung die Firma Steuerungs- und Konstruktionstechnik GmbH, kurz STK Service GmbH, nach Eitorf geholt werden. Die Gemeinde Eitorf ist froh, dass im Zuge dieser Firmenansiedlung Arbeitsplätze vor allem auch im High-Tech-Bereich den Weg nach Eitorf gefunden haben. Auch dem größten Arbeitgeber in Eitorf (ca. 800 Beschäftigte), dem Eitorfer Werk der ZF-Sachs AG geht es gut: Für 2008 und die Folgejahre ist eine Produktion von 7,3 bis 7,4 Mio. Automobildämpfern geplant, was eine Kapazitätssteigerung bedeutet. In den nächsten Jahren (2008 bis 2012) sind jährliche Investitionen von ca. 4 bis 5 Mio. Euro vorgesehen.
"... mit besonderer Gewichtung von Familienfreundlichkeit, Freizeit und Naherholung." heißt es abschließend im Leitmotiv. Familienfreundlichkeit hat etwas mit entsprechenden Wohnmöglichkeiten zu tun. Wie oben beschrieben, handeln wir durch die Entwicklung neuer Baugebiete. Familienfreundlichkeit macht sich dann auch fest an solchen Themen wie Kinderbetreuung, Schulen und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Im Bereich Kinderbetreuung habe ich seit Beginn meiner Amtszeit besonderes Augenmerk auf ein quantitativ und qualitativ gutes Angebot von Tagesmüttern, bzw. -vätern gelegt. Dank der hervorragenden Arbeit unserer Gleichstellungsbeauftragten sind wir in diesem Bereich führend im Rhein-Sieg-Kreis. So konnten wir im Jahr 2007 die Betreuung von 17 Kindern unter 3 Jahren und 12 Kindern über 3 Jahren vermitteln.
Die Entwicklung des Kinderhortes in der Brückenstraße zum Familienzentrum schreitet voran. Der Rhein-Sieg-Kreis als Jugendhilfeträger unterstützt den Kindergartenträger bei den Aufbauarbeiten. Das Jugendamt des Kreises will die Betreuung der Unter-3-jährigen (U3) Kinder nach und nach ausbauen. Ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle die gute Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt und dem Jugendhilfezentrum hier in Eitorf hervorheben.
Die Offene Ganztagsschule (OGS) an der Gemeinschaftsgrundschule in Eitorf hat sich mittlerweile äußerst positiv entwickelt. Derzeit besuchen 75 Kinder aus der Gemeinde die OGS und nehmen das dortige Betreuungsangebot wahr.
Zum Thema Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche: Hier sind wir mit unserem neuen Jugendcafé hervorragend aufgestellt. Das breite bürgerschaftliche Engagement unserer Eitorfer Bevölkerung und Eitorfer Firmen mit einem Spendenvolumen von über 90.000 Euro macht uns das trotz angespannter Haushaltslage möglich. Als Familienvater freut es mich außerordentlich, dass wir unseren Kindern und Jugendlichen diese Perspektive bieten können. Ich bin überzeugt, unser Jugendcafé wird sich zu einem echten "Highlight" für Eitorf entwickeln. Das ist ein Pfund, mit dem wir Eitorfer wuchern können.
Beim Stichwort Freizeit denken wir natürlich an unser Herman-Weber-Bad. Um den Badbetrieb noch attraktiver und damit zukunftsfähig zu machen, wird derzeit an einem entsprechenden Konzept gearbeitet.
Beim Punkt Naherholung können wir uns in Eitorf glücklich schätzen. Der Schöpfer hat uns mit einer wunderbaren Landschaft ausgestattet. Diese Natur erlebbar zu machen und in Wert zu setzen, ist unser Bestreben. Das aus dem ILEK erwachsene Projekt eines Premiumwanderweges gehört dazu. Über die Aktivitäten im Rahmen der Regionale 2010 habe ich bereits berichtet. Für den Naherholungssuchenden stellen wir entsprechende Angebote bereit, als Beispiel seien hier die geführten Wanderungen genannt. In dem Zusammenhang danke ich allen ehrenamtlichen Wanderführern, die die Ausflüge in die Natur für jeden Wanderfreund zu einem Erlebnis werden lassen. Durch die jüngst erfolgte Gründung des Touristik-Service Eitorf e.V. werden unsere in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Touristik konzentrierten gemeindlichen Aktivitäten noch besser mit den Akteuren vor Ort verzahnt.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit all den hier beschriebenen Maßnahmen möchte ich Eitorf voran bringen. Dazu bedarf es wie in der Vergangenheit der tatkräftigen Mithilfe und des Engagements unserer Bürgerinnen und Bürger. Allen Menschen, die sich auf welche Weise auch immer für unser Gemeinwohl einsetzen, sage ich hier in unser aller Namen ganz herzlich Danke. Ich denke z.B. an die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich in Hilfsdiensten engagieren, im sozialen Bereich einbringen oder vielfältige Aufgaben im Naturschutz übernehmen. Ich weiß die breitgefächerten ehrenamtlichen Aktivitäten in unserer Gemeinde zu schätzen. Mein Dank gilt abschließend auch den motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus.
Blicken wir für Eitorf hoffnungsvoll in die Zukunft:
"Eitorf - Mittelzentrum im Siegtal
Leben in einer Gemeinde in landschaftlich reizvoller Umgebung, mit ausgeprägten Vereins- und Kulturaktivitäten. Profilierung in der Region als hochwertiger Wohn-, Schul- und Wirtschaftsstandort mit besonderer Gewichtung von Familienfreundlichkeit, Freizeit und Naherholung."
Ihr Rüdiger Storch
Bitte folgen Sie auch dem Link zu meiner persönlichen Homepage: http://www.ruediger-storch.de
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