| Datum: | 2010-05-07 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autorin: | Ruth Hartmann |
| Inhalt: | Richtungsentscheidung in der Schulpolitik |
Richtungsentscheidung in der Schulpolitik
Liebe Eitorferinnen und Eitorfer,
vor wenigen Tagen haben Sie als Beilage im „Blättchen“ meinen Flyer zur Landtagswahl erhalten. Ich wende mich nun erneut an Sie, mit der Bitte um Ihre Unterstützung für die Landtagswahl am Sonntag. Die Eitorfer Wählerinnen und Wähler haben bei der Kommunalwahl 2009 ganz deutlich gezeigt, dass sie ihren eigenen Kopf haben und selbstbewusst entscheiden, wer ihre Stimme bekommt. Ganze 42 % haben ihr Kreuzchen bei der FPD gemacht. Danke an dieser Stelle noch einmal für diesen überragenden Vertrauensbeweis.
Die FDP Eitorf hat ihre Wählerinnen und Wähler bisher nicht enttäuscht. Allenthalben wird zugegeben, dass mit den neuen Mehrheitsverhältnissen endlich gute und konstruktive Sacharbeit Einzug in Rat und Ausschüsse gefunden hat. Bürgermeister und Verwaltung werden unterstützt statt boykottiert.
Als stellvertretende Fraktions- und Ortsverbandsvorsitzende habe ich Gelegenheit, den neuen politischen Stil maßgeblich mitzuprägen. Mir liegt vor allem an der fairen Auseinandersetzung und dem ehrlichen Ringen um die besten Konzepte für unsere Gemeinde. Für uns hier vor Ort bin ich da guter Dinge.
Unser Schicksal hier an der oberen Sieg hängt jedoch nicht nur von unseren Entscheidungen in Eitorf ab. Über wesentliche Weichenstellungen wird auf der Landesebene entschieden. Vor allem in der Schulpolitik. Und hier geht es am 09.05. um eine Richtungsentscheidung: Die FDP möchte, dass es weiterhin für Schülerinnen und Schüler eine Vielfalt an Schulformen gibt. Wir wollen unsere vielfältige Schullandschaft hier erhalten.
SPD, Grüne und Linke fordern jedoch die Einheitsschule – lesen Sie in deren Landtagswahlprogrammen nach! „Eine Schule für alle“ hört sich gut an, heißt aber nichts anderes als die Abschaffung unserer Gymnasien und Realschulen! Deutlich sprechen die Vertreter von Rot und Grün in Diskussionen ihre wahre Absicht aus, dass ihre Einheitsschule von unten aufwachsen und schließlich auch gymnasiale Oberstufenklassen einschließen soll. Der FDP dagegen geht es darum, die bestehenden Schulen zu verbessern: Kleinere Klassen (max. 25 Kinder); mehr Ganztagsplätze in allen Schulformen für diejenigen, die Bedarf haben; weniger Unterrichtsausfall; mehr individuelle Förderung; weniger Stress bei G 8 (der verkürzten gymnasialen Oberstufe) durch kritische Überprüfung aller Lehrpläne. Was wir nicht brauchen, ist das Chaos, das Rot-(Rot)-Grün anzetteln werden, wenn sie alle Schulformen zusammenführen. Nicht auf dem Rücken unserer Schülerinnen und Schüler. Da simmer nicht dabei!
Liebe Eitorferinnen und Eitorfer – die FDP ist nicht blind, was die demographische Entwicklung angeht. Hauptschulen – auch unsere in Eitorf – verlieren derzeit massiv Schülerinnen und Schüler. Der Diskussion über eine Gesamtschule an der oberen Sieg stehen wir konstruktiv gegenüber. Der Bürgermeister treibt die Planung mit den Nachbargemeinden voran – allerdings nicht um den Preis des Wegfalls von Gymnasium oder Realschule.
Sie haben die Wahl – am 9. Mai!
Ihre
Ruth Hartmann

Ruth Hartmann aus Eitorf, Sozialpädagogin und Sachgebietsleiterin im Jugendamt der Stadt Köln, kandiert im Wahlkreis 25 für den Landtag. Die Mutter zweier Kinder setzt sich für den Erhalt des Gymnasiums ein.
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