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Artikel
Datum:2009-11-13
Erschienen:Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf
Autor:FDP-Ortsverband Eitorf
Inhalt:Gedenkstunde in Rosbach



Gedenkstunde in Rosbach

Liebe Eitorferinnen und Eitorfer,

der 09. November ist für uns Deutsche ein zwiespältiges Datum: Während am Montag in Berlin und anderswo Zigtausende den 20. Jahrestag des Mauerfalls feierten, gedachten an vielen Stellen in Deutschland andere einer dunklen Stunde der deutschen Geschichte. Vor 71 Jahren, am 09. November 1938 brannten in der „Reichspogromnacht“, auch „Reichskristallnacht“ genannt, die Synagogen in Deutschland.

Angehörige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben.
Nur wenige Menschen, die nicht der SA oder SS angehörten, beteiligten sich aktiv an den Zerstörungen und Brandschatzungen, wenige allerdings setzten sich tatkräftig für ihre jüdischen Nachbarn ein.
Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen nochmals Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung des Rhein-Sieg-Kreises in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in Rosbach ergriff der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock als Ehrengast das Wort. Eitorfs 1. Stellvertretender Bürgermeister Helmut Fürst und FDP-Kreistagsmitglied Sabine Sauer waren beeindruckt von seiner klaren Rede, in der er auch darauf hinwies, dass Millionen Deutscher auf die eine oder andere Art Verantwortung für das Geschehene trugen. Der ehemalige Präses forderte dazu auf wachsam zu bleiben, um Intoleranz und Gewaltbereitschaft auch hier und heute entgegenzutreten.

Ihre FDP Eitorf



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