| Datum: | 2009-08-21 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | Manfred Fischer |
| Inhalt: | Gedanken zur Bürgermeisterwahl |
Gedanken zur Bürgermeisterwahl
Liebe Mitbürger und Bürgerinnen, liebe Freunde.
Nur noch eine kleine Weile und die Wahlen sind vorüber. Die Wahlen, denen wir die Masse Plakate verdanken, die uns die attraktivsten Eitorfer zeigen. Und zwei fallen besonders auf: Die unseres Bürgermeisters Rüdiger Storch und seines Konkurrenten Sterzenbach.
Fünf lange Jahre hatte Storch gegen eine fast 70 %ige Mehrheit von CDU und SPD im Gemeinderat zu kämpfen. Und man darf wohl sagen: Er hat diese schwierige Aufgabe meisterhaft bestanden! Viele seiner Ideen und Pläne waren aber gar nicht durchsetzbar, weil die Mehrheit im Rat ihre Niederlage bei der letzten Bürgermeisterwahl einfach nicht verkraften konnte: Den Bürgern von Eitorf gefiel keiner der von CDU und SPD aufgestellten Kandidaten! Sie wählten Rüdiger Storch.
Und es war eine gute Wahl, wie man heute feststellen kann!
Das aber ließ die enttäuschten Kontrahenten nicht ruhen, und sie fanden in Bergisch-Gladbach einen Mann, der zwar in Eitorf geboren, aber schon viele Jahre aus Eitorf weg ist, wie man in seiner Biografie lesen kann. Und der heute in Rheinland-Pfalz wohnt und gar nicht die Absicht hat, von dort weg zu ziehen. Aber da man ja in den eigenen Reihen offensichtlich keine annehmbaren Kandidaten gegen Rüdiger Storch finden konnte, entschloss man sich, einmal einen Außenstehenden zu präsentieren. So kam der Gedanke auf, es einmal mit K.H. Sterzenbach zu versuchen. Es traf sich gut, dass in Eitorf die Stelle des Ersten Beigeordneten frei geworden war. Dafür brauchten wir ja einen ausgebildeten Beamten. Und für diesen Job war er auch bestens geeignet. So kam er nach Eitorf und wurde dann von der CDU als zukünftiger Bürgermeister aufbereitet. Und was man kaum verstehen kann: Die SPD, die noch niemals mit der CDU gut Freund war, schloss sich freudestrahlend – weil man ja auch keine eigene Persönlichkeit hatte – der CDU an und kürte Sterzenbach auch zu ihrem Kandidaten! Nur wer die immer noch nicht überwundene Wut von Schwarz und Rot über ihre damalige Niederlage kennt, kann die jetzige Gemeinsamkeit verstehen. Aber so ist das eben manchmal in der Politik. Und jetzt predigt Herr Sterzenbach in schönen teuren Drucksachen, was er alles tun wird, wenn man ihn zum Bürgermeister wählt. Ich frage mich nur: Warum hat er das nicht alles schon angestrebt während seiner letzten Jahre, die er ja an hoher Stelle im Rathaus saß? Er hätte doch mit der großen Mehrheit von CDU und SPD alle seine großartigen Ideen durch bekommen und nicht erst warten müssen, bis er selbst Bürgermeister wäre!
Impulse und Ideen haben auch andere Menschen und gerade Rüdiger Storch hat noch eine Menge davon auf Lager. Wir brauchen keinen Beamten als Bürgermeister, sondern einen Mann, der auch von Handel und Wandel viel versteht. Und der auch weiß, was Eitorf in den kommenden Jahren braucht! Wir brauchen keine Taten und Versprechungen auf dem Papier, sondern einen Mann, der weiß, wo es in der Welt von heute langgeht.
Und dieser Mann heißt für mich: Rüdiger Storch!
So sieht es
Ihr Manfred Fischer
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