| Datum: | 2008-11-21 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | FDP-Ortsverband Eitorf |
| Inhalt: | Naturwissenschaftliches Zentrum wird erneut teurer als geplant |
Naturwissenschaftliches Zentrum wird erneut teurer als geplant
Liebe Eitorferinnen und Eitorfer,
„Klar doch, kennen wir“, sagt da der Bürger, „das ist doch immer so bei öffentlichen Aufträgen“. Erst schlanke Planung, dann moderate Kostensteigerung, dann Bauausführung, danach teure Endabrechnung! Aber muss das so sein? Und können wir uns das in Eitorf leisten? Wir sagen: nein!
Zu Beginn der Planung betrugen die Kostenvorstellungen für das NWZ (Naturwissenschalftliche Zentrum) zwei Millionen Euro, der erste Architektenentwurf sah dann sogleich eine Kostensteigerung um 50 % (3 Mio. Euro) vor. Das war dem Rat mit Recht zu viel, es wurde eine reduzierte Neuplanung verlangt, die nicht mehr als 2,5 Millionen Euro verschlingen sollte. Eine entsprechend angepasste Planung wurde zugesagt.
Die jetzt vorgelegte Planung übersteigt das gesetzte Limit aber erneut um 250.000 Euro und erfahrungsgemäß wird es dabei nicht bleiben (bekannte Salami-Taktik). Begründet wird dies mit allgemeinen Kostensteigerungen, bisher nicht geforderten Einbauten und unerwartet instabilem Baugrund. Die Berücksichtigung solcher Faktoren ist Bestandteil jeder soliden Planung im Vorfeld einer Baumaßnahme. Der Bauausschuss kritisierte diese Entwicklung zwar, schob ihr aber keinen Riegel vor. Der Schulausschuss müsse über den Bedarf entscheiden, der Bürgermeister einen Weg zur Finanzierung finden, machte sich der Vorsitzende Helmut Bösking (SPD) die Sache leicht, wohl wissend, dass der Kämmerer bereits erklärt hatte, er sehe keinen finanziellen Spielraum mehr.
Die FDP setzt sich nachdrücklich für „beste Bildung unserer Kinder“ ein, das schließt aber kostenbewusstes Vorgehen bei den Schuleinrichtungen nicht aus, im Gegenteil: mit den knappen Mitteln muss sorgsam umgegangen werden.
Politik und Verwaltung müssen die Kostenseite nicht nur „im Blick haben“, sondern ihre Kosten begrenzenden Vorgaben auch durchsetzen.
Die FDP hatte bereits in einer frühen Planungsphase gefordert, das Projekt NWZ an einen Generalunternehmer zu vergeben, der zur Einhaltung einer Kostenobergrenze verpflichtet worden wäre und auch Eitorfer Unternehmer im Rahmen des Möglichen beteiligt hätte. So etwas ist möglich, andere Gemeinden machen es uns vor. Bei uns in Eitorf fehlte, warum auch immer, der politische Wille von CDU und SPD, diesen sicheren Weg zu gehen. Leider, wie man nun sieht und der Steuerzahler wird mal wieder die Zeche zahlen müssen!
Ihre FDP Eitorf
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