| Datum: | 2007-12-14 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | FDP-Ortsverband Eitorf |
| Inhalt: | Wenn man Äpfel mit Birnen vergleichen will, oder: die Mär vom politischen Kalkül der FDP |
Liebe Eitorfer,
in der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes geht die CDU auf ihre Ablehnung eines Antrages der FDP im APV (Ausschuss für Planung und Verkehr), bezüglich der Erstellung eines Wohnbauflächenkatasters (Baulückenkatasters) für Eitorf ein. Dabei erweckt die CDU fälschlicherweise den Eindruck, als sei ein solches Kataster für Eitorf unnötig, da ja bereits auf ihre Initiative hin im Jahre 2006 ein Flächenentwicklungskonzept beschlossen worden sei und die FDP somit nur ein altes Thema aufwärmen wolle. Im letzten APV wurde sogar unterstellt, die FDP würde mit ihrem Antrag nur auf den von der CDU in Gang gesetzten Zug aufspringen wollen.
Was die CDU dabei verschweigt ist die Tatsache, dass sich das in 2006 verabschiedete Flächenentwicklungskonzept ausschließlich mit der Neuerschließung von Bauland in Eitorf befasst, jedoch in keiner Weise die baureifen Grundstücke in bestehenden Baulücken im Hauptort und in den Teilorten erfasst.
Eine aktuelle und komplette Erfassung der Wohnbaulandflächen ist derzeit weder für die Verwaltung, noch für die zuständigen Fachausschüsse oder den Rat verfügbar, so dass derzeit Entscheidungen im Hinblick auf die Neuausweisung von Baulandflächen und / oder die Aufstellung bzw. Änderung von Flächennutzungsplänen, stets ohne diese fundierten Fakten getroffen werden müssen.
Vorhandene Baulücken sind jedoch vorrangig zu nutzen, um die steigenden Unterhaltungskosten im Bereich der Infrastruktur, und somit auch die Kosten für die Gemeinde und die Gebühren für die Einwohner, in erträglichen Grenzen zu halten.
Aus ökologischer wie auch ökonomischer Sicht ist eine Verdichtung der Bebauung insbesondere im Hauptort wünschenswert, damit sich Synergieeffekte bei infrastrukturellen Maßnahmen, wie Erschließungsmaßnahmen und Verkehrsbauten, die Wasserver- und Entsorgung sowie eine höhere Auslastung bei Kindergärten und Schulen erzielen lassen.
Ein Wohnbauflächenkataster für Eitorf soll jedoch zugleich auch als Werbemaßnahme dienen, um Bauwilligen, Architekten, Maklern und potentiellen Investoren die gewünschten Informationen auf einen Blick zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um sich für Eitorf als zukünftigen Wohnort oder als Standort für Investitionen zu entscheiden.
Bereits seit Mai 2006 wirkt die FDP auf die Erstellung eines solchen, möglichst auch über die Homepage der Gemeinde "online" verfügbaren Baulückenkatasters hin und hat dies zuvor auch bereits mehrfach im APV vorgetragen und schließlich mit dem Antrag vom 12.11.2007 konkretisiert.
Liebe Eitorfer, machen Sie sich ihr eigenes Bild.
Wir vertrauen darauf, dass Sie sehr wohl zu unterscheiden vermögen, ob unsere Bemühungen um die Verbesserung der Zukunftsfähigkeit von Eitorf sachlich begründet sind oder aber, wie die CDU es unterstellt, ausschließlich dem politischen Kalkül dienen sollen.
Ihre FDP Eitorf
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