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Artikel
Datum:2007-09-07
Erschienen:Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf
Autor:FDP–Ortsverband Eitorf
Inhalt:Ein klares "Jein" zum Jugendcafé von CDU und SPD



Liebe Eitorfer,

fast wie in der großen Politik ergehen sich die beiden ehemaligen Volksparteien im letzten Mitteilungsblatt in Verbalakrobatik, wenn sie über den letzten Hauptausschuss berichten:
"Neubau Eitorfer Jugendcafé auf gutem Weg" titelt die SPD. Die Überschrift der CDU "Hauptausschuss beschließt finanziellen Rahm für das Jugendkaffee" ist sprachlich noch gelungener. Wir wollen uns nicht über Schreibfehler lustig machen, Klartext ist aber: Die eindeutige und einstimmige Beschlusslage des JASA vom 03. Mai - den Bau des Jugendcafés mit großem Nachdruck voranzutreiben - wird durch den Vorbehalt, der Bürgermeister möge zur Realisierung einen Sponsor finden, konterkariert. Dem Bürgermeister wird hier auf das Durchsichtigste der "schwarze Peter" zugespielt:
Was ist denn, wenn er keinen Sponsor findet, der bereit ist, über 75.000 € auf den Tisch zu legen? Was ist, wenn der Kreis auf Grund der von CDU und SPD verursachten Verzögerungen aus der Mitfinanzierung aussteigt? - In beiden Fällen wird es nach jetzigem Stand kein neues Jugendcafé geben!
Insofern sind die o. g. Überschriften ziemlich dreist. Die Taktik der beiden Parteien richtet sich - und das ist der eigentliche Ärger - nicht nur gegen den Bürgermeister, sondern im Ergebnis gegen die Eitorfer Jugend.
Die FDP Eitorf appelliert mit Nachdruck an alle in der Jugendarbeit Tätigen in Eitorf, ihren Einfluss im Sinne unserer Jugend weiter geltend zu machen. Ein Jugendcafé, so wir es uns wünschen, ist eine große Bereicherung und erhöht die Attraktivität unserer Wohngemeinde. Auch freie Vereine werden ihren Nutzen aus dem Gebäude ziehen können. Bestandteil der geplanten Konzeption des Cafés ist u. a. die Verzahnung zwischen der Jugendarbeit der Gemeinde und der Jugendarbeit der vielen ehrenamtlichen Vereine. Beide Formen der Jugendarbeit gegeneinander auszuspielen - so wie die CDU es versucht - ist unlauter.
Aus Sicht der FDP kann es gelingen, viele attraktive Aktivitäten an dem idealen Standort neben dem Schulhof des Siegtal-Gymnasiums zu bündeln.
Wir möchten daran mitarbeiten, dass Eitorfer Jugendliche sich mit ihrer Heimatgemeinde identifizieren und gerne hier leben. Dazu gehört die Bereitstellung von Freizeitangeboten, Events und jugendkulturellen Highlights - und von eigenen Räumen. Es muss für Jugendliche erfahrbar werden, dass die Politik auch ihre Interessen ernst nimmt und vertritt.

Ihre FDP Eitorf



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