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Artikel
Datum:2007-03-29
Erschienen:Ausschusses für Planung und Verkehr (APV) im Rat der Gemeinde Eitorf
Autor:Rüdiger Gräf
Inhalt:"Perspektive Eitorf"



Leitbild

für Planung und Entwicklung
der Gemeinde Eitorf
für den Zeitraum 2008 – 2030

"Perspektive Eitorf"

"Perspektive Eitorf" könnte das Zukunftsprogramm für die Gemeinde Eitorf heißen und Aussagen liefern zu den wesentlichen Handlungsfeldern der Stadtentwicklungspolitik in unserer Gemeinde für die nächsten 22 Jahre.

Dieser gemeindliche Entwicklungsplan sollte als informelles Steuerungsinstrument Entwicklungsschwerpunkte und Leitlinien für die mittel– bis langfristige Planung der Gemeinde aufzeigen.

Dies sollte beinhalten:

11. Stadtplanung, Verkehr, Wohnen, Flächenmanagement

22. Soziale und technische Infrastruktur

33. Schule und Jugend

44. Umwelt, Natur, Energie, Landwirtschaft, Gesundheit

55. Wirtschaftsstandort und Gewerbe

66. Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus

77. Kommunales Management, Verwaltungskooperation

88. Freizeit, Kultur, Vereine, Sport

Das hierzu erforderliche integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept soll den Orientierungsrahmen setzen, der im Laufe der Zeit dann durch konkrete Projekte ausgefüllt wird.

Um ein konsensfähiges Leitbild zu erlangen, welches möglichst alle relevanten Handlungsfelder in der Gemeinde abdeckt, sollte dieses Entwicklungskonzept daher als abgestimmte Gesamtschau querschnittsorientiert, handlungsorientiert und dialogorientiert angelegt sein.

Dies bedeutet, dass die Bürgerinnen und Bürger und die lokalen Interessen– und Initiativgruppen in Eitorf in den Dialog, in einem Klima gegenseitiger Offenheit, mit Ihren Ideen einzubinden sind.

Nur wenn es gelingt, dass ein neues Leitbild für Eitorf nach intensiver Diskussion auch verinnerlicht wird, kann das "neue Bild" wirklich "leiten". Denn wer keine "Bilder" von der Zukunft vor Augen hat, kann auch keine Ziele erreichen " schreitet ziellos in die Zukunft.

Um den Entwicklern des Zukunftsprogramms einen Orientierungsrahmen für ihre Untersuchung / Planung zu geben, sollten im Vorfeld der Beauftragung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes daher zunächst grobe Entwicklungsleitlinien festgelegt und politisch abgestimmt werden.

Diese Leitlinien sollten beschreiben, wohin sich Eitorf in den oben aufgeführten Haupthandlungsfeldern generell entwickeln will und wie der gewünschte Zustand in 22 Jahren ausschauen soll.

Das zu beauftragende integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept soll dann in Folge herausarbeiten, welche Programme / Maßnahmen in Eitorf notwendig sind, um langfristig die Visionen dieses Leitbildes zu erreichen.

Es soll also zunächst die Ebene der strategischen Ziele aufzeigen mit Handlungsanleitungen und Etappenzielen auf dem Weg hin zur Realisierung.

Weiterhin soll es die Ziele und Projekte in einem Maßnahmenkatalog aufführen, mit denen das entwickelte Leitbild mittelfristig und langfristig mit Leben erfüllt wird. Damit würde sicher gestellt, dass das Leitbild nicht in der Luft hängt, sondern klar formuliert wird, was konkret zu tun ist.

Um es noch einmal klar zustellen:
Die FDP unterstützt die Forderung nach einem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept, möchte jedoch zunächst sichergestellt wissen, dass vor Beauftragung sowohl mit der Bürgerschaft, den Interessenvertretungen, wie auch innerhalb der politischen Parteien, möglichst konsensfähige Rahmenvorgaben für ein derart in die Zukunft reichendes Konzept, als Leitbild bzw. Leitlinien für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Eitorf beschlossen werden.

Ich stelle daher den Antrag: Der APV möge beschließen, dass die Verwaltung vor der Beauftragung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, zunächst im gemeinsamen Dialog mit den Bürgern und Interessenvertretungen sowie den politischen Parteien in Eitorf, ein Leitbild (Leitlinien) für ein Zukunftsprogramm "Perspektive Eitorf" entwickelt und in den politischen Gremien verabschieden lässt, um dieses dann als Rahmenvorgabe für die Zieldefinition zur Beauftragung des erforderlichen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes heranziehen zu können.

Rüdiger Gräf



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