| Datum: | 2007-03-09 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | Dr. Rüdiger Storch |
| Inhalt: | Entwicklung von Eitorf |
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
im Rahmen der jährlichen Haushaltsreden ist es üblich, dass die im Eitorfer Rat vertretenen Parteien aus Ihrer Sicht Bilanz ziehen. Wen verwundert es da, dass in den Reden von CDU und SPD meine Person in der Kritik steht? Doch während sich besagte Parteien über angeblich fehlende Visionen auslassen, habe ich als Bürgermeister längst gehandelt:
1. Ausbau der L 333
Nachdem die L 333 als Hauptverkehrsstraße nach Eitorf über Jahrzehnte verkommen ist und sich außer Flickschusterei und der Ankündigung von Geschwindigkeitsbegrenzungen (aufgrund des zunehmend katastrophaleren Straßenzustandes) nichts getan hat, habe ich mit Hilfe meiner Düsseldorfer FDP–Parteifreunde in Gesprächen mit Landesverkehrsminister Oliver Wittke erreicht, dass die L 333 grundlegend saniert wird. Die ersten Arbeiten sind bereits im letzten Jahr in einem Volumen von ca. 500.000 € durchgeführt worden. In diesem Jahr sind Sanierungsmaßnahmen in Höhe von ca. 1.000.000 € (!) vorgesehen, und auch in den kommenden Jahren werden die Arbeiten fortgeführt.
Die Rückmeldungen sowohl von den Eitorfer Industrie– und Handwerksbetrieben als auch von den Eitorfer Bürgern an mich sind durchweg positiv: "Endlich ist mal einer da, der nicht redet, sondern handelt.", sagen mir die Leute in zahlreichen Gesprächen.
2. Erhalt des Eitorfer Forstamtes
Der Fortbestand des Forstamtes in Eitorf und sogar dessen Stärkung geht maßgeblich auf mein bewährtes Zusammenspiel mit dem Chef der FDP–Landtagsfraktion Dr. Gerhard Papke zurück. Es möge doch bitte keiner glauben, dass sich ein heutiger Eitorfer CDU–Bürgermeister gegen die politischen CDU–Schwergewichte im Umfeld von Bonn durchgesetzt hätte. Wir in Eitorf haben eben eine äußerst glückliche Konstellation mit FDP–Bürgermeister und CDU/FDP geführter Landesregierung.
3. Gewinnung von Neubürgern, Thema Zuzug nach Eitorf
Beizeiten habe ich in Gesprächen mit Fachleuten (ortsansässige Makler, Banker und Bauträger) die Weichen für ein entsprechendes Angebot für zuzugswillige Mitbürger gestellt. Zum Teil waren die Eitorfer Fraktionen über den Ältestenrat an diesen Gesprächen beteiligt. Die Ausweisung von weiterem Bauland in zentraler Lage ist geboten, um z.B. Familien mit Kindern für Eitorf zu gewinnen. Die erforderlichen Beschlüsse hat der Gemeinderat gefasst. Bei der Gewinnung von Neubürgern spielt eine gute Infrastruktur eine wichtige Rolle. Dazu zählen z.B. eine gute Verkehrsanbindung (L 333, S–Bahn), Freizeiteinrichtungen (z.B. unser Schwimmbad), die Eitorfer Schullandschaft und Betreuungsmöglichkeiten für Kinder.
4. Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, Offene Ganztagsschule
Eine gute Kinderbetreuung liegt mir als Familienvater von drei kleinen Kindern sehr am Herzen – wissend um die Probleme, die mit der gewünschten Vereinbarung von Familie und Beruf einhergehen. So habe ich die Vermittlung von Tagesmüttern stark ausgebaut. Zur Zeit stehen rd. 20 geprüfte Tagesmütter zur Verfügung. Die Vermittlung erfolgt im Rathaus und wird sehr stark angenommen. Weitere Kinderbetreuungsmöglichkeiten finden sich in der Offenen Ganztagsschule, die personell weiter verstärkt wird.
5. Integriertes Gesamtkonzept für die Ortskernentwicklung Eitorfs
Im Zusammenhang mit der Diskussion um ein Fachmarktzentrum außerhalb der Ortskernlage wurde ein unabhängiges Gutachten zur Situation des Eitorfer Einzelhandels erstellt. Darauf aufbauend soll ein Integriertes Gesamtkonzept für die Ortskernentwicklung Eitorfs entwickelt werden. Die diesem Konzept zugrunde liegenden Fragestellungen wurden verwaltungsseitig bereits erarbeitet und liegen dem Unterausschuss Planung zur Ergänzung vor.
Ein Ergebnis der Beratungen im Unterausschuss Planung ist die anvisierte Umgestaltung des Marktplatzes. Die entsprechenden Abstimmungsgespräche mit anderen Behörden laufen bereits.
6. Gemeinde Eitorf ist erfolgreicher Träger für Maßnahme "Arbeitsgelegenheiten"
Im Jahre 2006 konnten von der Gemeinde Eitorf über 40 Teilnehmer der Maßnahme "Arbeitsgelegenheiten" (umgangssprachlich auch 1–Euro–Jobs genannt) in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Vor dem Hintergrund von oftmals auftretenden "Mehrfachvermittlungshemmnissen" bei diesen Menschen ist dies als großer Erfolg zu werten. Ich bin stolz darauf, insbesondere den Mitbürgern, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wieder eine Perspektive aufzeigen zu können.
Abschließend sei mir folgende Bemerkung erlaubt: "Visionen sind für mich in erster Linie Träumereien. Ich halte mich eher an den Charme des Machbaren."
In diesem Sinne grüßt Sie herzlich,
Ihr Rüdiger Storch
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