| Datum: | 01.12.2006 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | Manfred Fischer |
| Inhalt: | Gedanken eines Eitorfer Liberalen über das Heute |
Gedanken eines Eitorfer Liberalen über das Heute
Liebe Eitorfer,
kommen wir wieder zum Thema: Kann ein Staat überhaupt Pleite gehen? Ich sage nein. Denn die Politiker finden immer wieder einen Weg, der ihren Staat aus der Misere führt. Natürlich immer nur zu Lasten der jeweiligen Bürger. Und das probateste Mittel ist und bleibt nach der Inflation eine WÄHRUNGSREFORM. Wie war es doch in den letzten Jahren: 1997 in Thailand, 1998 Russland, 1999 Ecuador, 2001 Argentinien. Ein paar Tage später wertete Argentinien seine Währung ab! Ein gewaltiger Schock für die Finanzwelt! Aber die Pleite war vorüber. Sieht man da nicht gewisse Parallelen zu heute? Riesige Schuldenberge bei den meisten Staaten, Kriege, die den Staatshaushalt auszehren wie bei den USA. Sind das nicht recht düstere Aussichten? Und was die Situation ja besonders schlimm macht: Kein Präsident tritt vor die Presse und erklärt seinen Staat für pleite! Oh nein. Das wird dann wie oben beschrieben behandelt: Abwertung, Währungsreform usw.! Der Staat verschwindet natürlich nicht, wie es in solch einem Fall bei einer Wirtschaftsunternehmung sein müsste. Mit einer neuen Regierung steigt er hinterher wie Phönix aus der Asche. Oder sogar als neue Staatsform mit einer neuen Verfassung! Von allen Schulden und Problemen befreit, werden dann die alten Fehler wiederholt, bis es einige Jahrzehnte später dann wiederum so weit ist. Die Amerikaner sind heute schon auf dem besten Wege dahin! Der Vorsitzende des US–Rechnungshofs, David Walker, hat es so gesagt: Man kann die USA mit dem Römischen Reich direkt vor dem Zusammenbruch vergleichen. Der finanzielle Zustand ist schlimmer als angekündigt. Das Modell des Staates ist zerstört. Man muss sich mit Budget–Defiziten herumschlagen, nicht ausgeglichenen Zahlungsbilanzen, Rücklagen – und dann auch noch mit der Führung!
Den größten Teil der Schulden verursacht natürlich der Irakkrieg. Er hat bis heute schon runde 20.000 Dollar pro Familie in USA gekostet. Und inzwischen steigen die monatlichen Kriegskosten auf 7,1 Milliarden Dollar! Und es sieht ganz danach aus, als ob dieser Wahnsinn die US–Kasse um 1,2 Billionen Dollar erleichtern wird! Um es einmal anders auszudrücken: Jeder getötete AL–Kaida–Terrorist kostet die USA 46 Millionen Dollar! Man muss es doch einmal deutlich sagen: Seit Jahrzehnten haben sich die Regierungen aller großen Industrienationen Geld von den kommenden Generationen gepumpt. Es könnte sein, dass der Tag der Abrechnung nahe ist! Denn eigentlich sind WIR die so genannte kommende Generation, die die Schulden bezahlen muss! Sind das alles nicht Anzeichen, dass der Staatsbankrott nahe ist? Die USA waren Ende 1995 zeitweise nicht in der Lage, ihre Beamten zu bezahlen! Und schickten sie in unbezahlten Zwangsurlaub!
Die Politik lässt die Staatsmacht ausufern, was den Schuldenberg stetig anwachsen lässt. Und es kommt der Tag, an dem er nicht mehr zu bewältigen ist!
Das soll`s für heute sein.
Herzlichst
Ihr Manfred Fischer
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