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Artikel
Datum:18.08.2006
Erschienen:Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf
Autor:FDP–Ortsverband Eitorf
Inhalt:Gemeindeentwicklung



Gemeindeentwicklung

Liebe Eitorfer,

zu einem Informationsaustausch trafen sich am letzten Freitagabend Unternehmer des Eitorfer Innenortes und Mitglieder der FDP Eitorf auf Gut Heckenhof.
Der FDP Ortsverband hatte eingeladen, gemeinsam notwendige Schritte zur Steigerung der Attraktivität Eitorfs und zur Förderung der Kaufkraft zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch den stv. Ortsverbandsvorsitzenden Klaus Kemmler und den Fraktionsvorsitzenden Bernhard Jäckel führte Rüdiger Gräf mit seinem Vortrag in die Thematik ein und moderierte gewohnt souverän die Diskussion.
In intensivem Meinungsaustausch wurde deutlich, dass Eitorf mehr Potential hat, als innerhalb und besonders außerhalb der Eitorfer Grenzen oft wahrgenommen wird. Eitorfs Umgebung ist schön! Sich dazu zu bekennen und in der Werbung mehr als bisher die Landschaft zu betonen, könnte den Bekanntheitsgrad Eitorfs in relevanten Gegenden, vordringlich dem Großraum Köln, deutlich verbessern. Wenn Eitorf sich in Zukunft mehr als Residenz für das Kölner Ballungsgebiet empfiehlt und qualifizierten Zuzug fördert, kann auch die Kaufkraft in Eitorf gestärkt werden. Hier helfen nicht nur Broschüren, vielmehr müssen mit "Events" aller Art Auswärtige angelockt werden. Wer Eitorf einmal von seiner positiven Seite kennen gelernt hat, kommt wieder.
Hier setzt aber auch Kritik an. Aus Sicht vieler Beteiligter besitzt Eitorf ein eher negatives Image, das durch vielerlei Faktoren bestimmt ist. Die angerissenen Lösungsvorschläge reichten von der Verbesserung des Erscheinungsbildes insgesamt bis zu einer gesteigerten Kundenorientierung auf allen Ebenen vom Rathausmitarbeiter bis zur Geschäftswelt. Auch wurde die Forderung nach einem aktiveren und erheblich verbesserten Stadtmarketing erhoben.
Deutlich trat auch zutage, dass es an Ideen ebenso wenig mangelt wie an Personen, die bereit sind, sie umzusetzen. Was fehlt, ist die aktive Unterstützung der Initiativen durch die Politik und die Beseitigung bürokratischer Hemmnisse. Viele Ideen sind in der Vergangenheit daran gescheitert, und mancher hat schon frustriert aufgegeben.
Nicht zu kurz kam auch die Kritik an Rat und politischen Parteien, die nach außen hin ein zerstrittenes Bild liefern und nicht zielgerichtet an der Lösung der bestehenden Probleme arbeiten. Ebenso bemängelt wurde das Fehlen politische Zielvorgaben: wie soll Eitorfs Weg in die Zukunft aussehen?
Insgesamt überwog am Freitagabend jedoch eine positive Grundstimmung. Alle Anwesenden waren überzeugt, dass es sich lohnt, die vorhandenen Ideen und Aktivitäten zu bündeln und neue, bisher nicht erprobte Dinge ebenso zu wagen wie solche erneut aufzugreifen, die in der Vergangenheit nicht genügend Unterstützung bekommen haben.
Dabei muss man das Rad nicht neu erfinden, man sollte vielleicht einmal über den Tellerrand schauen und sich auch an anderen Orten orientieren.
Auch wir als FDP sind der Überzeugung, dass sich der Schwung aus der Unternehmerschaft und der Bevölkerung heraus entwickeln muss. Die notwendigen Rahmenbedingungen und langfristigen Ziele muss der Rat schaffen, und die Verwaltung muss nach Kräften unterstützen. Aufgabe der Politik ist es auch, die Hemmnisse zu beseitigen oder zu entschärfen, die der Verwaltung teilweise die Hände binden.
Für die Anwesenden geht es jetzt erst einmal darum, Machbares in kleinen Schritten zu realisieren und nicht auf die Erfüllung großer Traumprojekte zu warten.
Wenn wir auf dem eingeschlagenen Weg vorankommen wollen, muss der Kontakt zwischen den vielen Kräften, die sich engagieren, intensiviert werden. Dabei wollen wir helfen.

Ihre FDP Eitorf



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