| Datum: | 16.06.2006 |
| Erschienen: | Internet |
| Autor: | FDP–Ortsverband Eitorf |
| Inhalt: | Neuer Beigeordneter Karl–Heinz Sterzenbach und Schulkleidung |
Neuer Beigeordneter Karl–Heinz Sterzenbach und Schulkleidung
Liebe Eitorfer,
mit den Stimmen der FDP wurde am Montag vom Rat Karl–Heinz Sterzenbach einstimmig zum neuen Beigeordneten gewählt. Zum 01. Oktober wird er Nachfolger von Willi Ludwigs, der im Herbst in den Ruhestand geht. Bündnis90/Grüne hatten sich an der Abstimmung nicht beteiligt.
Der 47–jährige Jurist Sterzenbach stammt aus Eitorf und wohnt in Kircheib, zurzeit ist er Leiter des Fachbereichs Umwelt und Technik bei der Stadt Bergisch–Gladbach; er gehört keiner Partei an. In einer Vorauswahl hatte sich der Ältestenrat mehrheitlich dafür ausgesprochen, dem Rat nur einen Kandidaten vorzuschlagen. Dem hatte der FDP–Fraktionsvorsitzende Bernhard Jäckel nach intensivem Studium der Bewerbungsunterlagen zugestimmt. Nach Rücksprache mit anderen möglichen Kandidaten, einem persönlichen Gespräch mit Sterzenbach und bei weiteren Hintergrundgesprächen hatte er sich davon überzeugt, dass der Bewerber durch seine Ausbildung, seine bisherigen Tätigkeiten und seine Fachkenntnisse der bestgeeignete Bewerber war. Neben der besseren Qualifikation kann die juristische Ausbildung im Hinblick auf die vielfältigen Rechtsfragen und vertraglichen Angelegenheiten in der Gemeinde nicht hoch genug eingeschätzt werden. Andere Bewerber hätten im Rat als "Zählkandidaten" keine Chancen gehabt.
"Der von Bündnis90/Grüne geforderte Verzicht auf die Nachbesetzung der Stelle zugunsten anderer Aufgaben in der Gemeinde kam für uns angesichts der für die Gesamtgemeinde bestehenden Herausforderungen zu keiner Zeit in Betracht", erklärte Fraktionsvorsitzender Bernhard Jäckel. "Jugendförderung ist und bleibt auch für die FDP ein vorrangiges Thema, aber der von Bündnis90/Grüne konstruierte Zusammenhang zwischen der notwendigen Nachbesetzung der Beigeordnetenstelle und einer Jugendarbeiterstelle erschien uns denn doch zu vordergründig und populistisch."
Die FDP ist überzeugt, mit Karl–Heinz Sterzenbach einen qualifizierten Beamten gewählt zu haben, der seine Verwaltungserfahrung mit Tatkraft und Schwung für seine Heimatgemeinde einsetzen und Bürgermeister Dr. Storch vorbehaltlos und loyal unterstützen wird.
Dem scheidenden Willi Ludwigs danken wir schon jetzt für seine langjährige, selbstlose, an der Sache und dem Wohl der Bürger orientierte Arbeit mit der Verwaltung. Hervorzuheben ist besonders die gute Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg; auch gegenüber unserer Partei hat er sich immer loyal verhalten.
Für seinen Ruhestand wünschen wir im Gesundheit und Zufriedenheit.
Eine der herausragenden Aufgaben, die in den Zuständigkeitsbereich des neuen Beigeordneten fallen wird, ist die Steigerung von Attraktivität und Qualität der Eitorfer Schulen. Die NRW Landesregierung hat in ihrem neuen Schulgesetz vielfältige Ansatzpunkte definiert und Verbesserungen angekündigt. Auch das Thema "Schulkleidung" wird im Gesetz ausdrücklich angesprochen.
Auch an uns werden immer mehr Klagen von Eltern über den Konsumdruck herangetragen, der heutzutage bei Schülern den ohnehin vorhandenen Streß noch verstärkt. Wer etwas gelten will, muss Markenkleidung tragen, ob er es sich leisten kann oder nicht. So wurde uns berichtet, dass Mütter nachgemachte Marken–Logos auf preiswertere Kleidung nähen, um ihren Kindern den Spott der Mitschüler zu ersparen. Ein ebenso häufig anzutreffendes Argument ist auch, damit der "Bauchnabelfrei–Mode" entgegenzuwirken. Diese Probleme kann man nicht durch immer stärkere finanzielle Unterstützung beheben, hier müssen andere Lösungen her.
Wir als Eitorfer FDP sehen im Tragen einheitlicher Schulkleidung (keine Schuluniform, sondern z.B. gleiche T–Shirts, Polo–Shirts und Sweatshirts) neben der Bekämpfung der genannten Probleme auch eine Möglichkeit, die vorhandenen Schulen bei uns im Ort zu stärken.
Ähnliche Projekte werden derzeit an vielen Schulen gestartet, und es gibt durchweg positive Erfahrungen, z.B. Stärkung des Zusammenhalts, wachsendes Gruppengefühl, bessere Integration neu hinzukommender Schüler, Reduzierung des "Modenschau – Phänomens", konzentriertere Arbeit in den Klassen, weniger Probleme untereinander, besseres Sozialklima.
Auch fühlen sich die Schüler nach eigenem Bekunden in einheitlichen Pullis wohl, und Schulen mit Schulkleidung haben Anfragen von Eltern, die sogar eine größere Anfahrt in Kauf nehmen, um ihre Kinder zu dieser Schule zu bringen.
Da uns das Thema am Herzen liegt, hat die FDP–Fraktion bereits am 25. Mai beantragt, dass sich Verwaltung und Rat mit diesem Thema auseinander setzen und gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schülern nach einer Lösung suchen. Von einer öffentlichen Diskussion erhoffen wir uns Unterstützung für die Schulen, weil sie allein die Entscheidung über einheitliche Schulkleidung treffen können.
Ihre FDP Eitorf
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