| Datum: | 17.03.2006 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | FDP–Ortsverband Eitorf |
| Inhalt: | Fachmarktzentrum / GLOBUS–Nachfolge |
Fachmarktzentrum / GLOBUS–Nachfolge
Liebe Eitorfer,
"also ist der 21. März der Tag, an dem entschieden werden kann", hatten wir im Mitteilungsblatt am 24. Februar zur GLOBUS–Nachfolge geschrieben und uns auf die Aussage des Gutachters berufen, belastbare Ergebnisse rechtzeitig vorzulegen. Er hat Wort gehalten und der Gemeinde eine "Vorgezogene Stellungnahme zur Bewertung der Ansiedlungspotenziale im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels" im Rahmen einer Markt– und Standortanalyse für die Gemeinde Eitorf vorgelegt. Allen Unkenrufen und Bedenken zum Trotz hat die Strategie von Bürgermeister Dr. Rüdiger Storch, beide möglichen Investoren einzubinden, zu einem erfolgreichen Ende geführt. Wir werden nun ein neutrales Gutachten bekommen, dass der Gemeinde auch für die weitere Planung auf anderen Gebieten von Nutzen sein wird.
Den vorläufigen Ergebnissen des Gutachtens kann sich niemand verschließen (und das wird wohl auch niemand, wie man den Stellungnahmen auch der beiden großen Parteien entnehmen kann). Eindeutig kommen die Gutachter zu dem Schluss, dass in Eitorf kein Ansiedlungspotenzial für weitere Discounter besteht und neben dem EXTRA, der noch in alten Zeiten auf die grüne Wiese gebaut wurde, nur noch für einen zweiten Lebensmittelmarkt ausreichender Bedarf besteht. Und dieser Betrieb muss zur wohnungsnahen Versorgung der umliegenden Wohngebiete wieder im Innenort liegen. Dies ist auch erforderlich, um die deutlich gesunkene Kundenfrequenz im Ortskern wieder anzuheben und das Zentrum zu beleben.
Es gab viel Aufregung um Fachmarktzentrum und GLOBUS–Nachfolge, und man sollte noch kein Fazit ziehen, bevor nicht alles in trockenen Tüchern ist. Aber so viel ist jetzt schon klar: Bei weitreichenden Entwicklungen in der Gemeinde müssen die Bürger frühzeitig und vollständig informiert und eingebunden werden, schon um dem Verdacht parteipolitisch gefärbter Entscheidungen vorzubeugen. Und klar ist auch, dass erst durch die Beteiligung der Bürger (besonders der Einzelhändler) die Angelegenheit die erlebte Dynamik entwickelt hat und viele Ratsmitglieder nun erheblich mehr und bessere Informationen für ihre Entscheidung besitzen. Und solche Diskussionen sind gut für die Gemeinde, weil die Bürger sich wieder mehr mit den Entwicklungen und dem, was in Rat und Ausschüssen vor sich geht (oder auch nicht) befassen.
Dafür danken wir denen, die sich über die Maßen engagiert haben.
Auf Wunsch des Ausschussvorsitzenden Michael Diwo wurde die Sitzung des Ausschuss für Planung und Verkehr auf den 27. März 2006 verschoben. Dann sollte sich aber wirklich jedes Ratsmitglied eine feste Meinung gebildet haben. Unsere steht schon fest: Wir stimmen gegen ein Fachmarktzentrum und für die GLOBUS–Nachfolge. Und dass wird natürlich der PETZ–Markt, auch wenn die SPD in den letzten Tagen noch öffentlich Zweifel gestreut hat, ob REWE und Dr. Ebertz denn den seit langem fertigen Vertrag wohl wirklich unterschreiben werden.
Ihre FDP Eitorf
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