| Datum: | 25.11.2005 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | FDP–Ortsverband Eitorf |
| Inhalt: | Mitgliederehrung |
Mitgliederehrung
Liebe Eitorfer,
Parteimitglieder, die jahrzehntelang liberales Gedankengut mit einem Höchstmaß an freiheitlicher Gesinnung und Toleranz auch gegenüber Andersdenkenden gelebt haben und wahrhaft als Beispiel gelten können für die nachfolgenden Generationen, wurden am letzten Freitagabend (18.11.2005) in feierlichem Rahmen im Irlenborner Hof durch den FDP–Ortsverband geehrt.
Frau Erika Joest, allen Eitorfern als ehemaliges Ratsmitglied und FDP–Vorsitzende bekannt und auch von den anderen Eitorfer Parteien hochgeschätzt, wurde zur Ehrenvorsitzenden des FDP Ortsverbandes ernannt, Manfred Fischer, Jürgen Wolff und Max Roggendorf, die drei ältesten Parteimitglieder in Eitorf, wurden Ehrenmitglieder.
Die Laudatio durch Bernhard Jäckel, Fraktionsvorsitzender und langjähriger politischer Weggefährte der zu Ehrenden, wurde umrahmt von musikalisch erstklassigen Liedvorträgen des MGV "Sängerbund" 1880 Alzenbach, der in diesem Jahr sein 125–jähriges Jubiläum feierte.
Ausgezeichnete klassische und moderne Begleitung durch das "Ensemble amongrée" (Imke Frobeen, Birgit und Marion Heydel und Julia Vaisberg mit Geige, Cello und Klavier) ließ das anschließende Abendessen zu einem besonderen Erlebnis werden.
Die Jubilare mit den Vorsitzenden des Ortsverbandes, der Fraktion und dem Bürgermeister; vorne von li.: Jürgen Wolff, Erika Joest, Manfred Fischer, hinten: Bernhard Jäckel, Dr. Rüdiger Storch, Ralph Lorenz
Besonders die menschliche Wärme und die Offenheit gegenüber Andersdenkenden, aber auch den Mut, die Entschlossenheit und die Zähigkeit, die FDP in Eitorf zusammenzuhalten und voran zu bringen, lobte Bernhard Jäckel an Erika Joest. 1992 in die FDP eingetreten, übernahm sie bereits 1996 den Vorsitz des Ortsverbandes und konnte bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Amt die Mitgliederzahl nahezu verdoppeln. 1999 wurde sie einziges Ratsmitglied der FDP und bildete mit dem Bündnisgrünen Heinz Dehnert eine Fraktion. Neben der Rats– und Parteiarbeit organisierte Frau Joest ein viel beachtetes Wirtschaftsforum auf dem Gut Heckenhof. Gesundheitliche Einschränkungen zwangen sie 2003 dazu, den Parteivorsitz in die Hände eines Jüngeren zu geben. Erika Joest blieb aber stellvertretende Vorsitzende und schonte sich im Kommunalwahlkampf 2004 nicht. Zusammen mit anderen machte sie die FDP mit vier Mandaten zur drittstärksten Kraft im Rat und verhalf – eine Sensation – ihrem Nachfolger Dr. Rüdiger Storch im Herbst 2004 zum Sprung auf den Chefsessel des Rathauses. Die Belastungen waren jedoch zu groß, sodass Erika Joest ihr neu erworbenes Ratsmandat nicht mehr antreten konnte. Nach Überreichung der Ehren–Urkunde dankte sie allen Weggefährten, die sie über Jahre hinweg in ihrem politischen Wirken unterstützten und besonders auch ihrem Mann Walter, ohne dessen Hilfe und Mitwirkung sie die Belastungen nicht hätte tragen können.
Auch der FDP–Ortsverband ist Walter Joest zu großem Dank verpflichtet, wie Bernhard Jäckel und Dr. Rüdiger Storch ergänzten.
Der Landwirt Jürgen Wolff ist bereits seit 1976 FDP–Mitglied und war 20 Jahre lang als Sachkundiger Bürger im Bausausschuss tätig und über mehrere Wahlperioden Kandidat der FDP im Wahlbezirk Irlenborn. Freiheit und gelebte Liberalität waren ebenso wie Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft prägend für ihn, der auch heute noch im Ortsverband geschätzt wird für sein ausgewogenes Urteil, seine ausgleichende Art und seine Unterstützung mit Rat und Tat. Auch außerhalb der Partei übernahm Jürgen Wolff immer Verantwortung, wenn es um andere Menschen ging, zum Beispiel durch Patenschaften und Pflegschaften.
Manfred Fischer aus Mierscheid wurde von Bernhard Jäckel als "Rheinischer Fels, in Köln geboren und mit Kölsch getauft" gekennzeichnet. Nach einem Studium in Wien ist er viel in der Welt herumgekommen, zuletzt als internationaler Verkaufsdirektor eines Schweizer Konzerns. Diese Erfahrung befähigte ihn besonders dazu, über Zäune und Grenzen hinweg zu schauen und Alternativen aufzuzeigen. Seine Auffassungen vertritt er immer noch mit offenen und klaren Worten, z.B. bei der Vorstellung des NRW–Wahlprogramms im Mitteilungsblatt und in Beiträgen für die politische Diskussion. Im Herzen immer jung geblieben, engagiert der FDP–Senior sich trotz seiner 82 Jahre immer noch für die Jugend, z.B. als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Kultur und Sport oder als "Zeitschenker" im Rahmen der Aktion "Zeitgeschenke".
Das dritte neue Ehrenmitglied, Max Roggendorf, konnte an der Ehrungsfeier nicht teilnehmen. Ihm wird die von Dagmar Sadrinna–Lorenz gestaltete Ehren–Urkunde zu Hause überreicht werden. Max Roggendorf ist seit 1983 Mitglied der FDP und war jahrelang im Ortsverband Siegburg aktiv, dort lange Zeit auch als Vorsitzender des Ortsverbandes. Seit seinem Umzug nach Eitorf vor acht Jahren ist der Gastronom unserem Ortsverband eng verbunden.
Als ehemaliger Vorsitzender dankte auch Dr. Rüdiger Storch mit sehr persönlichen Worten den Jubilaren für ihr Eintreten für ihre politischen Überzeugungen und für die Gemeinschaft der Bürger. Er erinnerte an die gemeinsamen schönen und anstrengenden Erlebnisse im Wahlkampf und stattete seiner Vorgängerin Erika Joest besonderen Dank ab, die die Partei über lange Zeit geprägt und das Feld geebnet hat für die erste Wahl eines FDP–Bürgermeisters in Eitorf.
Mit dem gemeinsam mit dem MGV Alzenbach gesungenen Lied "Hoch auf dem gelben Wagen", seit der Amtszeit von Walter Scheel als Bundespräsident so etwas wie die FDP–Hymne, endete der offizielle Teil der gelungenen Veranstaltung.
Der FDP Ortsverband mit seinem Vorsitzenden Ralph Lorenz bedankt sich bei allen Organisatoren und Mitwirkenden und wünscht den Jubilaren gute Gesundheit, weiterhin einen wachen und liberalen Geist und die Kraft, für ihre Überzeugung einzutreten.
Ihre FDP Eitorf
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