| Datum: | 04.11.2005 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | FDP–Ortsverband Eitorf |
| Inhalt: | Medizinische Versorgung in Eitorf |
Medizinische Versorgung in Eitorf
Liebe Eitorfer,
haben Sie sich auch schon darüber geärgert, dass Sie weite Fahrstrecken auf sich nehmen mussten, sei es mit Bahn oder Auto, um einen Facharzt aufzusuchen, den es in Eitorf nicht gibt? Wenn nicht, kennen Sie in Ihrem Bekannten–/Verwandtenkreis sicher etliche solcher Fälle. Wie lästig ist das erst, wenn häufigere Besuche notwendig sind.
Es gibt sicher in Deutschland Gegenden, in denen die ärztliche Versorgung deutlich schlechter ist als in Eitorf, z.B. in den ländlichen Gebieten des Ostens. Aber müssen wir deshalb mit dem jetzigen Zustand zufrieden sein?
So gibt es aus unserer Sicht z.B. dringenden Bedarf für einen Urologen in Eitorf; wir brauchen uns nach unseren Recherchen aber wohl keine Hoffnung zu machen, dass hier jemals eine Niederlassung genehmigt wird, dazu sind die Patientenzahlen in Eitorf im Vergleich zu Hennef oder Siegburg zu niedrig. Und die Einrichtung einer entsprechenden Praxis kostet wohl mehrere hunderttausend Euro, die sich amortisieren müssen.
Wie so oft ist es klug, einmal über den Rand des Ortes hinauszuschauen, um Problemlösungen zu finden; da sind wir auf eine bedenkenswerte Variante gestoßen: Wie wäre es denn, wenn ein auswärtiger Urologe zumindest zeitweise in Eitorf praktizieren würde? Es muss ja nicht in der eigenen Praxis sein. Ein niedergelassener Arzt anderer Fachrichtung könnte ihm die Nutzung seiner Praxis samt Geräten gestatten, oder er könnte die Einrichtungen des St. Franziskus Krankenhauses mit nutzen. Dort stehen zumindest Räume zur Verfügung, und auch die Geräteausstattung dürfte ausreichen, was bei einem Allgemeinmediziner wohl eher nicht der Fall ist.
Auch Professor Dr. Rochus Allert, Geschäftsführer der Marienhaus Kranken– und Pflege GmbH in Waldbreitbach (Trägergesellschaft des Eitorfer Krankenhauses) würde einen solchen Ansatz tatkräftig unterstützen, wie er gegenüber Bernhard Jäckel, FDP–Mitglied in der Gesellschafterversammlung, erklärte. Zumal andere Gemeinden mit solch flexiblen Regelungen gute Erfahrungen gemacht haben, wie das Beispiel der HNO–Abteilung in der Kamillus–Klinik in Asbach zeigt, der in Kürze eine Orthopädische Praxis folgen wird. Nun muss "nur noch" ein Urologe gefunden werden, der zu einer solchen Engagement für die Patienten in Eitorf bereit ist.
Ihre FDP Eitorf
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