| Datum: | 14.10.2005 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | FDP–Ortsverband Eitorf |
| Inhalt: | Ausstehende Entscheidung über den Bau eines Fachmarktzentrums |
Ausstehende Entscheidung über den Bau eines Fachmarktzentrums
Liebe Eitorfer,
eines der zur Zeit brennendsten Themen für die Zukunft unserer Gemeinde ist die ausstehende Entscheidung
über den Bau eines Fachmarktzentrums im Auel durch den Investor HBB. Verwaltung, Rat und der
zuständige Ausschuss für Planung und Verkehr (APV) tun sich schwer mit einem Beschluss, der
auch die weitere Entwicklung des Ortskerns wesentlich beeinflussen kann. Erschwerend kommt hinzu,
dass die REWE–Gruppe entschieden hat, den GLOBUS–Markt zu schließen. Dies ist nicht
nur für die Mitarbeiter ein schwerer Schlag, für die der inzwischen unterschriebene Sozialplan
eine gewisse Absicherung bietet, ihnen aber auch keine neuen Arbeitsplätze schafft.
Für die Bevölkerung wird, neben dem Discounter ALDI, der letzte Supermarkt im Ortskern wegfallen.
Dies kann nicht hingenommen werden, zumal in der Vergangenheit alle Versuche gescheitert sind,
einen qualifizierten Supermarktbetreiber in Ortskernnähe zu locken.
Die FDP hat – wie andere Fraktionen auch – als Grundlage für eine Entscheidung über
die Ansiedlung eines Fachmarktzentrums im Auel das Vorliegen eines geeigneten Gutachtens gefordert.
Daran hat sich in der inzwischen leider schon vergangenen Zeit nichts geändert, wie Fraktionsvorsitzender
Bernhard Jäckel bei der letzten APV–Sitzung sagte. Auch in Zukunft werden wir eine sachgerechte,
verantwortungsbewußte Entscheidung nur auf der Basis eines qualifizierten, neutralen Gutachtens über
die Marktchancen und die Auswirkungen auf den Ortskern treffen können.
Von zentraler Bedeutung ist für uns die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung im Ortskern.
Dabei wird die von der REWE–Gruppe angebotene Errichtung eines PETZ–Marktes im jetzigen
GLOBUS–Gebäude von uns als gute und langfristig tragfähige Lösung favorisiert. PETZ–Märkte
sind mit 21 Filialen von Kierspe bis Koblenz (Zentrale in Wissen/Sieg) und sechs
REWE–Centern in Sachsen gut eingeführt, nach unseren Informationen zur Hälfte im Privatbesitz
und damit nicht nur von einem Handelsriesen abhängig. Das Warenangebot entspricht einem marktorientierten
Food–Voll–Sortiment und liegt über Discounter–Niveau. Die vorgelegte Planung für
den erforderlichen Umbau überzeugt durch ein großzügiges Parkplatzangebot.
Die noch vorhandenen technischen Probleme, wie z.B. die Vermeidung der Beeinträchtigung der
Grundschule durch verstärktes Verkehrsaufkommen, sind zu lösen.
Die Entscheidung über eine GLOBUS–Nachfolge ist aus unserer Sicht vorrangig und unabhängig
vom Ausgang des Planungsverfahrens für ein Fachmarktzentrum im Auel zu treffen.
Parkgebühren ausgesetzt.
Neben den großen Lösungen gibt es auch kleinere, die Einkaufen in Eitorf attraktiver machen können.
So stimmte die FDP im APV mit allen Fraktionen einem Vorschlag der SPD zu, probeweise
an Samstagen auf die Einnahme von Parkgebühren im Ortskern zu verzichten. Diese Zustimmung fiel uns
leicht, hatten wir doch selbst bereits Mitte Juni einen noch weitergehenden Antrag zur
Attraktivitätssteigerung des Eitorfer Ortskerns durch Einführung kostenloser Parkzeiten
(Stichwort "Brötchentaste", s. Artikel vom 22.07.2005) eingereicht, dem wegen
der damit verbundenen hohen Investitionskosten nicht gefolgt werden konnte. Auch in Zukunft werden
wir parteiübergreifend immer dabei sein wenn es gilt, gemeinsam gute Lösungen für Eitorf zu finden und durchzusetzen.
Ihre FDP Eitorf
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