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Artikel
Datum:01.07.2005
Erschienen:Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf
Autor:FDP–Ortsverband Eitorf
Inhalt:Gutachten zum Einkaufszentrum



Gutachten zum Einkaufszentrum

An einen Tisch bringt Bürgermeisters Dr. Rüdiger Storch am 07. Juli Vertreter des Gemeinderates und der Eitorfer Einzelhändler mit möglichen Gutachtern und Investoren. In diesem Kreis sollen die Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten für ein Gutachten zu einem Einkaufszentrum im Auel abgestimmt werden.

Die Eitorfer Einzelhändler hatten nach Bekanntwerden der Investorenpläne bereits am 09. Juni im Bürgerzentrum eine Informationsveranstaltung zum möglichen Bau eines Einkaufszentrums im Gewerbegebiet Auel durchgeführt. Der gewählte Sprecherrat unter Führung von Christoph Schwamborn vertritt nun mit Unterstützung des Einzelhandelsverbandes ihre Interessen gegenüber Gemeinde, Kreis, Regierungspräsident und Investor. Bei der Versammlung wurde der Beteiligung an einem unabhängigen Gutachten zugestimmt, mit dem einer einseitigen, den Interessen des Investors dienenden Beurteilung der wirtschaftlichen Situation vorgebeugt werden soll.
Neben anderen Parteien nutzten auch sechs Vertreter der Eitorfer FDP unter Führung des Fraktionsvorsitzenden Bernhard Jäckel die Gelegenheit, sich über die Argumente der Anwesenden zu informieren, die sich überwiegend gegen den Bau eines Einkaufszentrums "auf der grünen Wiese" aussprachen.
Während Gegner dieser Planung ein Geschäftssterben und eine Verödung der Innenstadt befürchten, erwarten sich Investor und Befürworter verbesserte Einkaufsmöglichkeiten, eine gesteigerte Attraktivität und Anziehungskraft auch auf das Umland.
Die FDP unterstützt die Bemühungen von Bürgermeister Dr. Storch, dass sich die Gemeinde Eitorf trotz der einschränkenden Bedingungen des Haushaltssicherungskonzepts finanziell an einem Gutachten beteiligt.
Diese Einschätzung war im Hauptausschuss am 13. Juni 2005 einhellig unterstützt worden. Fraktionsübergreifend wurde ein Gutachten als Grundlage für die anstehende Entscheidung und weitergehende Gemeindeplanungen gefordert.
Die Berichterstattung in der Ratssitzung am 27.06.2005 machte deutlich, dass alle Beteiligten in den zuständigen Gremien von Verwaltung und Rat sich auch der Risiken bewusst sind und das Ihre zur Realisierung eines Gutachtens beitragen werden.
Auch aus Sicht der FDP ist es notwendig, mit einem Gesamtgutachten die wirtschaftlichen Möglichkeiten für ein Einkaufszentrum möglichst objektiv bewerten zu lassen, um eine solide Grundlage für weitreichende Entscheidungen zur Verfügung zu haben.
Die FDP setzt sich für ein attraktives Eitorfer Zentrum ein, in dem auch eine ausreichende Lebensmittelversorgung der Bewohner des Innenorts sichergestellt wird. Die Risiken einer Verödung des Ortskerns müssen im Interesse der Gesamtbevölkerung berücksichtigt werden; auch gilt es, Partikularinteressen dem Zweck des Gemeinwohls unterzuordnen. Ein unabhängiges Gutachten bietet nebenbei die Möglichkeit, Alternativen zur Steigerung der Attraktivität Eitorfs für seine Bewohner und das Umland aufzuzeigen, und kann so auch die örtliche Geschäftswelt in ihrer Weiterentwicklung unterstützen.
Unser aller Anstrengungen drohen allerdings zu scheitern, wenn es nicht gelingt, über die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen neue Arbeitsplätze auch im produzierenden Gewerbe zu schaffen und so die Nachfrage im Ort zu steigern.



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