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Artikel
Datum:29.04.2005
Erschienen:Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf
Autor:Manfred Fischer
Inhalt:Wie sich ein Eitorfer Liberaler die politische Zukunft in NRW nach dem 22.5. vorstellt



Wie sich ein Eitorfer Liberaler die politische Zukunft in NRW nach dem 22.5. vorstellt

Liebe Mitbürger, wie versprochen heute die Fortsetzung des Wahlprogramms der Liberalen.
Unterhalten wir uns ein wenig über das Thema MOBILITÄT. Wenn Sie nicht gerade das Glück haben, in unserem schönen Eitorf arbeiten zu können, sondern täglich Bonn, Siegburg oder Köln mit dem Auto Ihr Ziel ist, dann sind Sie den täglichen STAU gewöhnt. Da wäre es schon besser, die Eisenbahn zu benutzen. DENK'ste! Das waren noch Zeiten, als die Bundesbahn minutiös ihren Fahrplan einhielt! Im Winter müssen sie zuerst die Blätter von den Schienen kehren! Warum war das früher, bei der alten Reichsbahn, kein Problem? Und welche Gründe gibt es für die immerwährenden Verspätungen auch im Sommer? Da kann man wohl kaum von FREIHEIT FÜR MEHR MOBILITÄT sprechen! Muss es denn so weit kommen, dass wir uns bei der Bahn wieder nach der alten Dampflokzeit sehnen? UM ES GANZ DEUTLICH ZU SAGEN: Unser Verkehrssystem, egal ob auf Strasse oder Bahn, IST DEN NAMEN NICHT WERT! Da bei weiß heute jeder Normalmensch, dass die Leistungsstärke im globalen Wettbewerb – und den haben wir ja nun mal! Auch wenn wir ihn nicht wollen! – eine unmittelbare und große strategische Bedeutung hat! Ohne reibungslosen Verkehr funktioniert nun mal nichts oder nur schlecht. Ein Glück nur, dass der Schiffsverkehr auf dem Rhein und den anderen Wasserstraßen bestens klappt! Wie kann man die Situation nun verbessern?
Beginnen wir bei der STRASSE. Die seit Jahren anhaltende Ausbau– und Instandhaltungskrise muss beendet werden! Sagen Sie bitte nicht, dafür wäre kein Geld da! Wenn für völlig überflüssiges politisches Getue immer Millionen zur Verfügung stehen, dann wird es Zeit, die verschwendeten Gelder endlich in den Straßenbau zu stecken! Man kann nicht auf der einen Seite die Kfz–Industrie anmachen, immer noch mehr Autos zu bauen – weil wir bei einer Schwächung noch mehr Arbeitslose hätten! – wenn man nicht dafür sorgt, dass diese Autos auch möglichst unbehindert fahren können! Parkplätze für unsere Millionen Vehikel findet man in den Städten ja sowieso kaum noch. Wenn aber schon mehr Autos notwendig und erwünscht sind, dann müssen eben auch die Straßen dafür da sein! Also verlangt die FDP, dass unser Land NRW wieder wie bisher mit 22 % an den Investitionen des Bundesverkehrswegeplans beteiligt wird. Und das wir von den LKW–Maut–Einnahmen einen kräftigen Schlag für NRW abzweigen können. Diese Gelder müssen einzig und allein in den Straßenbau fließen! Und wenn dann immer noch zu wenig Geld da sein sollte, können wir noch eine MENGE Reserven freimachen aus der aufgebauschten Bürokratie! Vielleicht schafft man es DANN, die Millionen Autos auf unseren Straßen in Bewegung zu halten!
Packen wir jetzt das Thema BUNDESBAHN an. Da wollen wir zuerst eine konsequente TRENNUNG von NETZ und BETRIEB! Warum? Nur durch diese Trennung ist ein konkurrenzfähiger Wettbewerb gegeben! Und das würde sich natürlich auch auf Kosteneinsparungen, niedrigere Fahrpreise und ein wenig mehr Kundenfreundlichkeit auswirken! Da müssen Ausschreibungswettbewerbe erfolgen! Und nicht einfache Vergabe von Aufträgen an die guten alten Freunde! Nur SO kommt man zu vernünftigen Preisen! Ich habe aber das Gefühl, dass der Mann an der Spitze dieses Riesenunternehmens andere Vorstellungen hat! Ob er aber der richtige Mann für diesen Posten ist?
Sprechen wir aber auch noch einige Worte über den dritten Ast unserer Verkehrssysteme: Den LUFTVERKEHR. Da planen wir den bedarfsgerechten Ausbau der Flughäfen, um diese leistungsfähiger zumachen. Außerdem sehen wir große Chancen für eine DEZENTRAL angelegte Infrastruktur. Also mehr Flughäfen für NRW! Zumindest sollte die Grundplanung so aussehen. Das der Luftverkehr mit Lärmbelastung verbunden ist, wissen wir natürlich auch. Aber: Der Wunsch der Menschen, schnell und günstig zu fernen Zielen zu gelangen, ist mit einer Drosselung des Flugverkehrs nicht zu erreichen. Und so wächst das Flugaufkommen von Jahr zu Jahr. Wie bei vielen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte kann man auch beim Luftverkehr nichts mehr zurückdrehen. Und so müssen wir, neben vielen Vorteilen, die das Fliegen mit sich bringt, auch die Nachteile in Kauf nehmen. Eine DEZENTRALISIERUNG würde sich dabei jedoch recht positiv auswirken.
In den nächsten Wochen geht's dann weiter mit dem FDP–Wahlprogramm.
Bis dahin wünsche ich eine gute Zeit und dass alle Ihre Wünsche in Erfüllung gehen!

Geben Sie am 22.5. der FDP Ihr Stimme!

Herzlichst
Ihr Manfred Fischer



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