| Datum: | 11.03.2005 |
| Erschienen: | Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Eitorf |
| Autor: | Ralph Lorenz / Dieter Ber |
| Inhalt: | Der verwirrte Löffel |
Liebe Eitorfer Mitbürger, die skandalösen Äußerungen des inzwischen zurückgetretenen Bundesvorsitzenden der
Jungen Liberalen, Jan Dittrich, haben viele ältere Mitbürger betroffen gemacht. Auch die gesamte Eitorfer FDP ist entsetzt über
die Entgleisung und distanziert sich ausdrücklich von den Aussagen.
Lesen Sie hierzu nachstehenden Artikel.
Mit freundlichen Grüßen
Ralph Lorenz
Vorsitzender FDP–Ortsverband
Der verwirrte Löffel
Augenscheinlich hat der 28–jährige Dittrich noch nicht verstanden, dass seine Mehrfachstudien genau von den Menschen
bezahlt wurden, die er heute auffordert, den Löffel abzugeben. Man sieht aber, wie wenig solche Studien dazu beitragen, Herzensbildung
zu erlernen, Würde und Lebensleistung der älteren Mitbürger zu achten und zu respektieren; und in ganzheitlichen Zusammenhängen
zu denken. Bei einer solchen Entgleisung helfen weder Entschuldigungen noch Rücktritte. Es ist aber gut, dass er weg ist. Nur: das Problem
bleibt!
Als vor mehr als 40 Jahren das Rentensystem auf das Umlageverfahren umgestellt wurde, da wusste jeder, der sich mit Finanzmathematik und der
demographischen Entwicklung beschäftigte, dass ein Schneeballsystem par Excellanze geboren war. Otto Graf Lambsdorff hatte damals schon
vor der tickenden Zeitbombe gewarnt; sich aber nicht durchsetzen können. Nun haben wir das Dilemma. Gepaart mit wirtschaftlicher Stagnation,
höchsten Schuldenbergen, in der Mehrheit unfähigen Parlamentariern und Politikern, die sich nur mit sich selbst und ihren Pfründen
beschäftigen. Die Deutschland AG wird vor die Wand gefahren; das Volk wird für dumm verkauft und so nach der Devise gehandelt: Nach
uns die Sintflut.
In dieser Situation hilft nur, dass die Jüngeren, die Mittleren und die Älteren in einer Verantwortungsgemeinschaft aller
Generationen zusammenstehen. Jeder von dem anderen lerne und gemeinsam nach einer Lösung gesucht wird. Wir brauchen endlich wieder eine
funktionierende Wirtschaft. Wir brauchen keine Staatswirtschaft die alles regeln und verriegeln will. Weg mit dümmlichen und überflüssigen
Gesetzen, Verordnungen und Regularien. Weg mit den Standort zerstörenden Subventionen und endlich wieder die unternehmerische Freiheit, zur
Schaffung von Arbeitsplätzen, für neue Zukunftschancen in Deutschland und Europa. Dann brauchen die Sozialsysteme nicht ad hock, mit
der heißen Nadel gestrickt, reformiert zu werden. Dann hätten wir nicht nur Zeit zum Nachdenken, sondern auch zum Mitdenken und Vordenken
über das, was die Konsequenzen unseres Handelns für uns bedeuten werden.
Gelebter Liberalismus und die Umsetzung unserer programmatischen Schwerpunkte bieten wir als DAS Lösungskonzept für die Erneuerung
von Gesellschaft und Wirtschaft an. Lassen wir es uns nicht mehr gefallen. Machen wir alle mit.
Dieter Ber
FDP–Eitorf
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